1. Was deckt die Wohngebäudeversicherung ab?

    Eine Wohngebäudeversicherung gehört für Hauseigentümer zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Ein größerer Leitungswasserschaden, ein Brand, ein schwerer Sturm oder ein Unwetter können innerhalb kürzester Zeit Schäden in fünf- oder sogar sechsstelliger Höhe verursachen. Doch „Wohngebäudeversicherung“ ist nicht gleich „Wohngebäudeversicherung“. Gerade bei älteren Verträgen oder günstigen Basistarifen können erhebliche Leistungslücken bestehen. Entscheidend ist deshalb nicht allein der Versicherungsbeitrag, sondern vor allem die Frage: Welche Gefahren sind tatsächlich versichert und in welchem Umfang leistet der Versicherer?
  2. Warum sind E-Autos in der Versicherung teurer? Die wahren Gründe

    Eine Frage höre ich von Kunden mit Elektroauto immer wieder: „Warum ist mein E-Auto in der Versicherung eigentlich deutlich teurer als ein vergleichbarer Verbrenner?“ Auf den ersten Blick erscheint die Frage durchaus berechtigt. Schließlich haben Elektroautos weniger bewegliche Teile, benötigen keinen Ölwechsel und gelten technisch in vielen Bereichen als vergleichsweise wartungsarm. Warum also verlangen Versicherer für einen Stromer teilweise deutlich höhere Beiträge? Die Antwort liegt nicht darin, dass Elektroautos grundsätzlich häufiger beschädigt werden. Im Gegenteil: Untersuchungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen, dass Elektrofahrzeuge in der Vollkaskoversicherung teilweise sogar bis zu 20 Prozent weniger Schäden verursachen als vergleichbare Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Das Problem liegt an einer anderen Stelle: Wenn ein Schaden passiert, kann die Reparatur bei einem Elektroauto deutlich teurer werden. Und genau diese Schadenkosten müssen Versicherer bei der Kalkulation ihrer Beiträge berücksichtigen.
  3. Fahrradvollkaskoversicherung: Warum Diebstahlschutz allein bei hochwertigen Fahrrädern nicht ausreicht

    Fahrräder haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Aus dem klassischen Fahrrad für den Weg zur Arbeit oder die kleine Tour am Wochenende sind vielfach hochwertige Sport- und Freizeitgeräte geworden. Vor allem E-Bikes, Rennräder und Mountainbikes kosten heute schnell mehrere Tausend Euro. Damit steigt auch der Versicherungsbedarf. Denn wer mehrere Tausend Euro für ein Fahrrad oder E-Bike ausgibt, sollte sich nicht nur die Frage stellen, ob das Fahrrad gegen Diebstahl versichert ist. Viel wichtiger ist die Frage, was passiert, wenn das Fahrrad beschädigt wird – beispielsweise durch einen Sturz, einen Unfall, Vandalismus oder einen technischen Defekt. Genau hier unterscheiden sich eine klassische Fahrradabsicherung über die Hausratversicherung und eine eigenständige Fahrradvollkaskoversicherung ganz erheblich.
  4. Raus aus Riester?

    Im Zuge der Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge erhalten Riester-Sparer die Möglichkeit, in das neue Fördersystem zu wechseln. Für die rund 15 Millionen Riester-Verträge gilt jedoch Bestandsschutz, und den zu nutzen kann auf lange Sicht von Vorteil sein. Ein Umsatteln sollte daher sorgfältig überlegt werden – wer einmal raus aus Riester ist, kann nicht wieder zurück.  Im Vergleich schneiden […]
  5. Vorsicht vor Links und Telefonnummern in SMS

    Ein langjähriger Kunde einer großen Online-Trading-Plattform erhielt im Februar eine SMS, die von der Plattform zu stammen schien und wie üblich im entsprechenden Nachrichtenverlauf (Thread) angezeigt wurde. Die Sprache war fehlerfrei und stilistisch nicht auffällig. Inhalt der SMS war eine Warnung: Es sei eine größere Auszahlung vorgemerkt worden. Wenn der Kunde sie nicht selbst veranlasst habe, solle er eine […]
  6. Schäden durch Fahrraddiebstähle bleiben auf hohem Niveau

    Rund 115.000 gestohlene Fahrräder wurden den deutschen Versicherern 2025 gemeldet, wie deren Gesamtverband GDV kürzlich bekannt gab. Das markiert einen neuen Tiefststand – vor 20 Jahren waren es mehr als doppelt so viele, 2022 noch 150.000. Dieser erfreuliche Trend wird jedoch durch die steigenden Werte konterkariert: Die durchschnittliche Schadenssumme erreichte mit 1.270 Euro ein Allzeithoch (2006: 370 Euro; 2022: […]
  7. 2027 kommt die digitale Brieftasche

    Das Bundeskabinett hat kürzlich das Digitale-Identitäten-Gesetz (DIdG) auf den Weg gebracht, mit dem EU-Recht umgesetzt werden soll. Es sieht ab dem 2. Januar 2027 die Einführung einer digitalen Brieftasche für alle Bürger vor, einer sogenannten EUDI-Wallet. Darin sind dann Identitätsdaten, Personalausweis oder Führerschein gespeichert.   Die EUDI-Wallet wird auch die Kommunikation zwischen Versicherern und Kunden vereinfachen, etwa mit einer […]